Motive der Geber
Geber- ihre Motive, sowie Gewinn, Verlust, Ausbeutung und Betrug
In nahezu allen Gesellschaftsformen, Organisationen und privaten Beziehungen gibt es zu wenig „Geber“. Geber werden auch als „Anbieter“ bezeichnet, weil sie ihre Bereitschaft, „etwas“ zu geben, öffentlich machen.
Die „Gaben“ können bekanntlich aus Wissen, Können, Fähigkeiten oder Fertigkeiten bestehen, aber auch aus sozialen oder emotionalen Angeboten. Um die Emotionskonten („den psychischen Gewinn“) stets gefüllt zu halten, versuchen sie allerdings auch, dabei keine extremen Verluste zu erleiden. Das gilt selbst dann, wenn die Geber aus „intrinsischer Motivation “ handeln, denn ein Minus auf dem Motivationskonto ist für Geber fast schlimmer als ein Verlust auf dem Emotionskonto. Im Klartext: Vergeht dem Geber aus irgendeinem Grund die Motivation, so hat er keinen Grund mehr, weiterhin „Geber“ zu sein. Sinkt der Emotonsgewinn, so klann er einen neuen Weg einschlagen, um etwas für andere zu tun.
Geber, die etwas wirklich Wertvolles anzubieten haben, sind oft „ausgebucht“, was letztlich bedeutet, dass vor manchen Türen eine große Anzahl von „Nehmerinnen und Nehmern“ wartet. Dieser Mangel kann auf verschiedene Arten wirklich oder vorgeblich ausgeglichen werden:
Die große Mehrheit der Menschen hat „selektive“ Geber-Eigenschaften. Das bedeutet, sie sind auf manchen Gebieten „Geber“, auf anderen „Nehmer“ und auf weiteren Gebieten weder das eine noch das andere Sie können also ihre Geber-Eigenschaften öffentlich machen.
Der Tauschhandel kann ausgeweitet werden. Das führt dazu, nicht nur „psychische Einkünfte“ zu erhoffen, sondern auch andere Tauschgeschäfte einzugehen.
In weiten Teilen der Öffentlichkeit bieten „Geber“ kostenlose Dienstleistungen. Produkte, Informationen und mehr an. In Wahrheit wird aber doch etwas verlangt: Meist sind es persönliche Daten, mit denen gehandelt werden kann.
Viele Geber-Leistungen, die nicht „berechnet“ werden sind deswegen nicht wirklich kostenlos. Sie wurden im Voraus von der Solidargemeinschaft bezahlt, beispielsweise im Gesundheitswesen. Die Beteiligten hoffen dennoch darauf, dass ihre Geber-Motive gewürdigt werden.
Manche Geber sind unvorsichtig und lassen Nehmer zu, die zu Anfang nur wenig erwarten, dann aber mithilfe der „Salamitaktik“ immer mehr verlangen, bis die Motivation der Geber erschöpft ist.
Unter die tatsächlichen Geber mischen sich Anbieter, die behaupten, häufig nachgefragte Leistungen erbringen zu können. Sie machen sehr verlockende Angebote, die sich erst später als teuer oder sinnlos herausstellen.
„Falsche Geber“ erkennt man daran, dass sie ihre Fähigkeiten oder Fertigkeiten ungefragt „an die große Glocke“ hängen. Dazu gehören auch Personen, die anderen Pesronen ihre Meinungen oder Gefühlsregungen aufdrängen oder aufzwingen wollen.
Im Bereich der Beziehungen (Freundschaften, Liebesbeziehungen, Ehen) besteht die Gefahr, an Nehmer(innen) zu gelangen, die ausschließlich an einem hohen emotionalen, sozialen oder finanziellen Zugewinn interessiert sind. Manche dieser Personen lassen ihre Geber schnell wieder fallen, wenn sie keine weiteren Gewinnmöglichkeiten sehen.
Entsprechende Hinweise auf die Motive der Nehmer.