In nahezu allen Gesellschaftsformen, Organisationen und privaten Beziehungen gibt es zu wenig „Geber“. Geber werden auch als „Anbieter“ bezeichnet, weil sie ihre Bereitschaft, „etwas“ zu geben, öffentlich machen.
Die „Gaben“ können bekanntlich aus Wissen, Können, Fähigkeiten oder Fertigkeiten bestehen, aber auch aus sozialen oder emotionalen Angeboten. Um die Emotionskonten („den psychischen Gewinn“) stets gefüllt zu halten, versuchen sie allerdings auch, dabei keine extremen Verluste zu erleiden. Das gilt selbst dann, wenn die Geber aus „intrinsischer Motivation “ handeln, denn ein Minus auf dem Motivationskonto ist für Geber fast schlimmer als ein Verlust auf dem Emotionskonto. Im Klartext: Vergeht dem Geber aus irgendeinem Grund die Motivation, so hat er keinen Grund mehr, weiterhin „Geber“ zu sein. Sinkt der Emotonsgewinn, so klann er einen neuen Weg einschlagen, um etwas für andere zu tun.
Geber, die etwas wirklich Wertvolles anzubieten haben, sind oft „ausgebucht“, was letztlich bedeutet, dass vor manchen Türen eine große Anzahl von „Nehmerinnen und Nehmern“ wartet. Dieser Mangel kann auf verschiedene Arten wirklich oder vorgeblich ausgeglichen werden:
Im Bereich der Beziehungen (Freundschaften, Liebesbeziehungen, Ehen) besteht die Gefahr, an Nehmer(innen) zu gelangen, die ausschließlich an einem hohen emotionalen, sozialen oder finanziellen Zugewinn interessiert sind. Manche dieser Personen lassen ihre Geber schnell wieder fallen, wenn sie keine weiteren Gewinnmöglichkeiten sehen.
Entsprechende Hinweise auf die Motive der Nehmer.