Wer ist Geber, Frau oder Mann?

Frauen sind Nehmer, Männer sind Geber? Oder ist es etwa umgekehrt?

Naturwissenschaftler sind sich absolut sicher: bei der Partnerwahl sind Frauen sind Nehmer. Man nennt so etwas „Female Choice“.

Letztlich heißt dies nicht mehr als: Frauen suchen sich unter den Männern diejenigen aus, die in jeder Hinsicht hervorragend Zukunftsaussichten versprechen. Das allerdings gilt nur in einer liberalen Gesellschaft, in der es wirklich einen „freien Markt“ für das Kennenlernen gibt.

Wenn Frauen sich Männer „aussuchen“, dann tun sie dies ursprünglich, um die besten Gene für den Nachwuchs zu erwerben. Heute treten an die Stelle der Gene, die als „sinnliche Attraktivität“ auch von außen sichtbar ist, viele andere Eigenschaften.

Das wären beispielsweise die erworbenen Bildungsabschlüsse, der Besitz oder die Einkünfte und die sozialen oder emotionalen Vorzüge.

Die entsprechenden Männer sind „Geber“. Wie ihre tierischen Pendants auch, gehen sie auf Märkte und zeigen ihre bunten Gefieder vor. Wer so aussieht, als könne er „ziemlich viel“ geben, wird zuerst sichergestellt.

Daraus ergibt sich, dass der Markt zukunftsträchtiger Männer ziemlich schnell leer geräumt ist.

Wie es kommt, dass Frauen als Geber bezeichnet werden

Hinter der Behauptung, Frauen seien in erster Linie Geber, steckt eine Binsenweisheit. Wir vermuten bei Frauen eine größere Fähigkeit, emotional zu handeln. Dieses psychische Kapital wird als „besonders wertvoll“ bezeichnet und deshalb höher bewertet als jede andere menschliche Eigenschaft. Sollte dies so sein, dann könnten wir sagen: Wenn Frauen als Geber auftreten, dann vermarkten sie hauptsächlich ihre Gefühlsregungen.

In Wahrheit sind dies reine Spekulationen. Gefühlsregungen (Emotionen) stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung. Sie werden deshalb nicht einfach „auf den Markt geschmissen“, sondern sehr gezielt angeboten.

Der Bereich, in dem dies geschieht, hat viele Namen, aber wir machen nichts falsch, wenn wir ihn als „Partnermarkt“ bezeichnen. Und genau auf diesem Markt wird in einer Weise getauscht, die beide zu „Gebern“ machen – und zugleich zu Nehmern.

Das Gute im Geben und Nehmen - für Paare

Warum das funktioniert, ist einfach, und ich will es hier salopp sagen:

  • Ich gebe die etwas, von dem ich viel habe und du einen Mangel verspürst.
  • Du gibst mit dafür etwas ganz anderes, von dem du viel hast, ich aber einen Mangel verspüre.
  • Wenn wir beide unsere Gebereigenschaften „in einen Topf werfen“, kann Synergie entstehen, also eine „positive Spirale“, mit deren Hilfe beide Partner glücklicher werden.
  • Falls wir beide zu viel nehmen und den anderen dadurch auslaugen, entsteht für ein Paar kein Gewinn, möglicherweise droht sogar ein Verlust.

Das ist keine „graue“ Theorie. Paare mit zwei Gebern sollen zu den glücklichsten Paaren überhaupt zählen. Paare mit zwei Nehmern rauben einander die emotionale Energie, was aus Dauer dazu führt, dass beide unzufrieden sind. Alls, was dazwischen liegt, sind die üblichen Durchschnittsehen, in denen die Glücksgefühle schwanken.

Wie weiter?

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