Im Allgemeinen wird jede Arbeit „Sexarbeit“ genannt, die eine Person unter Verwendung von sexueller Attraktivität gegen Geld anbietet. Das Angebot kann den Geschlechtsverkehr, dem Geschlechtsverkehr verwandte Aktivitäten oder die Zurschaustellung des Körpers umfassen. Auch das Angebot freizügiger Gespräche kann als „Sexarbeit“ bezeichnet werden. In einigen Ländern zählt auch das Angebot von Rollenspielen (BDSM, Kink, „Erziehung“) zur Sexarbeit.
Sexarbeit ist also nicht zwangsläufig „Prostitution“, während Prostitution immer auch „Sexarbeit“ ist.
Das Online-Lexikon on Wikipedia beinhaltet eine Aufstellung zur Sexarbeit.
Sexarbeit ist ein multidimensionaler Begriff, der dazu dient, sexuelle Dienstleistungen als einkommensschaffende Arbeit neu zu definieren. Im weitesten Sinne bezieht sich Sexarbeit auf alle Aspekte der legalen und illegalen globalen Sexbranche. Dazu gehören vor allem Straßenprostitution, erotische Massagesalons, Bordelle, Begleitservices, Stripklubs, Telefonsexanbieter, Pornografie und Sextourismus – sowie auf die besonderen sozialen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Umstände, die den Verkauf von Sex zu einer praktikablen Option machen.
Zitiert nach „encyclopedia“
Manche Lexika und einzelne Autoren trennen „direkte“ von „indirekter“ Sexarbeit.
Demnach umfasst die „direkte Sexarbeit“ genitale Kontakte aller Art, die von Prostituieren auf dem „Straßenstrich“, in Bordellen oder bei Haus- und Hotelbesuchen ausgeführt werden.
Die „indirekte Sexarbeit“ beinhaltet ebenfalls Berührungen, doch werden direkte genitale Kontakte dabei verhindert. Indirekte Sexarbeit kann demnach daraus bestehen, den Körper zur Schau zu stellen („Strippen„) oder körpernah anzuregen („Lapdance“). (¹) Manche dieser sexuellen Kontakte werden auch ohne persönliche Anwesenheit über Telefone oder Videokontakte angeboten („Senderinnen“). Dabei werden sexuelle Handlungen beschrieben oder ausgeführt, die solche Sexarbeiter(innen) an sich selbst vollziehen.
Bild: Senderin, die sich im Fernsehen präsentiert.
(¹) Auch „Schoßtanz“ genannt - dabei tanzt die Stripperin oder Tänzerin den sitzende Gast an, um sich dann auf dessen Schoß zu setzen oder sich dort weiterhin tänzerisch zu bewegen.