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gefuehlsinvestitionen [2025/11/12 15:09] – angelegt sehpferdgefuehlsinvestitionen [2025/11/23 16:42] (aktuell) – [Gefühlsinvestitionen in China und in der k u k Monarchie] sehpferd
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-**Investieren** ist ein Begriff aus der Ökonomie. Vereinfacht bedeutet er dort, Geld oder Geldeswert für ein Projekt bereitzustellen, das erst in der Zukunft einen Gewinn verspricht. Das bedeutet allerdings auch, ein Risiko einzugehen – das eingesetzte Kapitel kann verloren gehen. +**Investieren** ist ein Begriff aus der Ökonomie. Vereinfacht bedeutet er, Geld oder Geldeswert für ein Projekt bereitzustellen, das erst in der Zukunft einen Gewinn verspricht. Das bedeutet allerdings auch, ein Risiko einzugehen – das eingesetzte Kapital kann verloren gehen. Â 
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 +===== Investitionen in Gefühle  und Gewinnaussichten ===== 
  
 Im persönlichen Bereich werden auch Gefühle „investiert“. Einer der Beteiligten schlüpft dabei in die Rolle eines Gebers. Hat diese Person wirklich einen Überschuss an Gefühlen, dann investiert sie reichlich, aber dennoch nur so viel, wie sie entbehren kann. Diese Gefühle sind authentisch (echt) aber sie können auch ein „Verfalldatum“ haben. Wenn eine große Ebbe im Emotionsvorrat (oder auf dem Emotionskonto) herrscht, werden oft Gefühle „vorgespielt“. Entweder die Person weiß das, dann versucht sie, sich zu bereichern -oder sie weiß es nicht, dann betrügt sie sich selbst, indem sie durch den Verlust auf einen Gewinn hofft.  Im persönlichen Bereich werden auch Gefühle „investiert“. Einer der Beteiligten schlüpft dabei in die Rolle eines Gebers. Hat diese Person wirklich einen Überschuss an Gefühlen, dann investiert sie reichlich, aber dennoch nur so viel, wie sie entbehren kann. Diese Gefühle sind authentisch (echt) aber sie können auch ein „Verfalldatum“ haben. Wenn eine große Ebbe im Emotionsvorrat (oder auf dem Emotionskonto) herrscht, werden oft Gefühle „vorgespielt“. Entweder die Person weiß das, dann versucht sie, sich zu bereichern -oder sie weiß es nicht, dann betrügt sie sich selbst, indem sie durch den Verlust auf einen Gewinn hofft. 
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 Wer reichlich authentische Gefühle angesammelt hat und etwas davon „gibt“, hat diese Schwierigkeiten wesentlich seltener. Wer aber seine Gefühlskonten schon fast abgeräumt hat oder wer „geliehene“ Gefühle investiert, muss mit Enttäuschungen rechnen.  Wer reichlich authentische Gefühle angesammelt hat und etwas davon „gibt“, hat diese Schwierigkeiten wesentlich seltener. Wer aber seine Gefühlskonten schon fast abgeräumt hat oder wer „geliehene“ Gefühle investiert, muss mit Enttäuschungen rechnen. 
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 +===== Gefühlsinvestitionen in China und in der k u k Monarchie =====
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 +Aus chinsesishcer Sicht ist eine Gefühlsinvestition ist ein Mittel, beginnende wie auch bereits bestehende Beziehungen zu festigen. Dabei geht es nicht nur um materielle oder symbolische Zuwendungen, wie etwa Blumen oder ähnliche Mitbringsel, sondern vor allem darum, Gefühle zu schenken. (感情投资)
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 +Im positiven Sinne gebraucht, erhöhen solche Gaben die Sympathie füreinander, die solche  Geschenke asudrücken sollen  Wenn es sich wirklich um eine Tauschbeziehung handelt, nehmen sich die Partner vor, dem oder der Schenkenden eine ähnliche Freude zu bereiten. Da Geber(in) und Nehmer(in) sich nicht zeitgleich beschenken, steht eine Gabe nicht mit einer Gegengabe in Verbindung, sodass keine Verpflichtung existiert, wohl aber der Wunsch, etwas „zurückzugeben“ (1).
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 +Zitiert und stilistsch angepasst aus dieser und ähnlichen [[https://dokumen.pub/perspektiven-interkultureller-kompetenz-9783666403323-9783525403327-9783647403328.html|Quellen]]]
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 +Im Westen war bei jungen Frauen oft die Frage, ob sie sich in irgendeiner Weise „anhängig“ machen, wenn sie in teure Speiselokale eingeladen werden, denn die Einladung könnte eine Aufforderung zur späteren „Gunstbezeugung“ werden. 
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 +Im negativen Sinne ist eine Gefühlsinvestition also ein Mittel, um jemandem zum Geschlechtsverkehr zu verleiten. 
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 +Das war in der k u k Monarchie (Österreich) durchs üblich – und in ähnlicher Weise auch in Deutschland: 
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 +//„Den Frauenhelden verschaffte ein Verhältnis mit dem „süßen Mädel“ unbekannte Wonnen, die zu nichts verpflichteten. Ein bisschen gut berechnetes Liebesgeflüster, hin und wieder ein Abendessen in einem der gerade beliebten Restaurants … das empfanden junge, lebenshungrige Frauen schon als adäquaten Lohn für die von ihnen gewährte Gunst.“//
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 +(Angeblich von Krafft-Ebing, zitiert aus „Frühere Verhältnisse“ , Wien 2010)
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