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 ===== Warum Geber nicht immer geben und Nehmer nicht nur nehmen ===== ===== Warum Geber nicht immer geben und Nehmer nicht nur nehmen =====
  
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 Menschen in „[[Geber]]“ und „[[Nehmer]]“ einzuteilen, ist ein bisschen zu einfach. Richtig wäre im Grunde:  Menschen in „[[Geber]]“ und „[[Nehmer]]“ einzuteilen, ist ein bisschen zu einfach. Richtig wäre im Grunde: 
  
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 ===== Zuweisungen ohne Sinn ===== ===== Zuweisungen ohne Sinn =====
  
-Wir weisen den Gebern die Rolle der Aktiven zu, den Nehmern die der Passiven – wir vergeben also „Etiketten“, die wir ihnen aufkleben. Manchmal sind diese negativ, insbesondere bei Nehmern. Wir behaupten dann, dass „Nehmer“ egoistisch handeln, während „Geber“ altruistisch handeln. Das sind Zuweisungen, die aus unserem Wertesystem stammen, aber keine Wahrheiten. +Wir weisen den Gebern die Rolle der Aktiven zu, den Nehmern die der Passiven – wir vergeben also „Etiketten“, die wir ihnen aufkleben. Manchmal sind diese negativ, insbesondere bei Nehmern. Wir behaupten dann, dass „Nehmer“ egoistisch handeln, während „Geber“ altruistisch handeln. Das sind Zuweisungen, die aus unserem Wertesystem stammen, aber keine Wahrheiten. Wahr ist vielmehr, dass Nehmer(innen) aus sozialen Beziehungen einen Gewinn erzielen wollen, der sie bereichert. Zu diesem Thema haben wir einen Beitrag verfasst, der sich damit beschäftigt, wie sich Menschen zu [[entwicklung_zum_nehmer|"Nehmern" entwickeln]]
  
 Denn eines haben Geber und Nehmer gemeinsam: Sie hoffen, mit ihrem Verhalten einen Glücksgewinn zu erzielen. Bei Gebern ist dies wir bei manchen Pflanzen: Sie blühen überreichlich und hoffen, dass sie aus jeder Blüte eine neue Frucht erwächst. Das tut auch der Geber: Er bietet sich an, andere glücklicher zu machen.  Denn eines haben Geber und Nehmer gemeinsam: Sie hoffen, mit ihrem Verhalten einen Glücksgewinn zu erzielen. Bei Gebern ist dies wir bei manchen Pflanzen: Sie blühen überreichlich und hoffen, dass sie aus jeder Blüte eine neue Frucht erwächst. Das tut auch der Geber: Er bietet sich an, andere glücklicher zu machen. 
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 Mittlerweile gibt es Medien, die  versuchen, die Gefühlswelt zu "modifizieren", und diese Medien beeinflussen wieder Personen, die glauben, dass für sie "alles möglich" ist. Das ist völlig unsinnig. Auch die verzweifelte Suche nach dem "richtigen" Partner hat keinen Sinn:  Gefühle zwischen zwei Menschen sind selten authentisch (1), und sie stimmen fast nie völlig überein. Dennoch werden Menschen mit weneig Übereneinstimmungen  glücklich, wenn sie den Willen dazu haben. Mittlerweile gibt es Medien, die  versuchen, die Gefühlswelt zu "modifizieren", und diese Medien beeinflussen wieder Personen, die glauben, dass für sie "alles möglich" ist. Das ist völlig unsinnig. Auch die verzweifelte Suche nach dem "richtigen" Partner hat keinen Sinn:  Gefühle zwischen zwei Menschen sind selten authentisch (1), und sie stimmen fast nie völlig überein. Dennoch werden Menschen mit weneig Übereneinstimmungen  glücklich, wenn sie den Willen dazu haben.
  
-Nehmer neigen dazu, etwas von geringem emotionalen Wert  gegen einen hohen Wert zu tauschen. Wenn wir darüber nachdenken, können wir uns erklären, warum, wir immer seltener „wahre Liebe“ oder „uneigennützige Beziehungen“ antreffen.  Die Erwatungen steigen, die Möglichkeiten fallen dahinter zurück. +Nehmer neigen dazu, etwas von geringem emotionalen Wert  gegen einenvergleichsweise  hohen Wert zu tauschen. Wenn wir darüber nachdenken, können wir uns erklären, warum, wir immer seltener „wahre Liebe“ oder „uneigennützige Beziehungen“ antreffen.  Die Erwatrungen steigen, die Möglichkeiten fallen dahinter zurück. Â 
  
 Nehmer werden heute schnell als „Soziopathen“, „Egozentrikern“ oder „Narzissten“ gebrandmarkt - obwohl sie es nicht sind. In Wahrheit wollen sie ihr Glück ohne große Mühe vermehren, und viele scheitern daran. Das bedeutet: Nehmer werden häufig das Opfer ihrer Ansprüche.  Nehmer werden heute schnell als „Soziopathen“, „Egozentrikern“ oder „Narzissten“ gebrandmarkt - obwohl sie es nicht sind. In Wahrheit wollen sie ihr Glück ohne große Mühe vermehren, und viele scheitern daran. Das bedeutet: Nehmer werden häufig das Opfer ihrer Ansprüche. 


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